Fernleitung Oberweser

Gewässerschutz

Was ist in den letzten Jahren zum Gewässerschutz im Werk Werra getan worden?

K+S hat in den vergangenen Jahrzehnten viel unternommen, um die Umweltsituation an Werra und Weser zu verbessern. Allein zwischen 2011 und 2015 hat K+S dafür im Rahmen des „Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz“ rund 400 Millionen Euro in modernste technische Anlagen und Verfahren investiert. Damit konnte das jährliche Salzwasseraufkommen aus der Kaliproduktion im hessisch-thüringischen Kalirevier auf 7 Millionen m3 pro Jahr gegenüber dem Bezugsjahr 2006 halbiert werden.

Dazu zählen u.a. folgende Großanlagen:

  1. Anlage zur abwasserfreien Kieseritaufbereitung am Produktionsstandort Hattorf
  2. Eindampfanlage für Kainit am Standort Wintershall
  3. „Kalte Vorzersetzung“ für carnallithaltiges Rohsalz in Unterbreizbach
  4. Kieserit-Flotation/Trocknungsanlage am Standort Wintershall
  5. Dickstoffanlage in Unterbreizbach zur Verwertung von Sazlösungen bei der Herstellung von Versatzbaustoffen

K+S will die Entsorgungsfragen an der Werra langfristig lösen und wird in den kommenden Jahren weitere 400 Millionen Euro in den Gewässerschutz investieren. Mit der termingerechten Inbetriebnahme der KKF-Anlage im Januar 2018 wird das Salzabwasseraufkommen nochmal um 1,5 Millionen Kubikmeter, also rund 20% reduziert.

 

Maßnahmenprogramm Salz

Das von der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser entwickelte „Maßnahmenprogramm Salz“ für die Bewirtschaftungsplanung von Werra und Weser für die Jahre 2015 bis 2021 gibt die Rahmenbedingungen für die Entsorgung der unvermeidbar anfallenden Rückstände vor. Das „Maßnahmenprogramm“ ist für die Behörden verbindlich und bildet auch die Planungsgrundlage für K+S.

Der Bau einer temporären Fernleitung an die Oberweser ist als optionale Maßnahme im „Maßnahmenprogramm“ fest verankert. Sie ist als Entsorgungsalternative für den Fall vorgesehen, dass andere Entsorgungsoptionen nicht ausreichend zur Verfügung stehen, insbesondere die Einstapelung von flüssigen Rückständen unter Tage. Sollte die Abwasserreduzierung mit diesem erst noch zu prüfenden Verfahren nicht oder nicht im angedachten Umfang möglich sein, muss die Fernleitung an die Oberweser realisiert werden können.


Weitere Informationen:

Überblick K+S-Aktivitäten zum Gewässerschutz

Großprojekte zum Gewässerschutz Werk Werra